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Bächle, Bächle, Bächleboot

Das Freiburger Wasservergnügen an sommerlich heißen Tagen

Gerne sagen wir zu unseren Kunden: Kommen Sie doch zu uns nach Freiburg, in unsere großzügige Ausstellung, wenn Sie Replicata-Produkte ganz in Ruhe anschauen, anfassen und sich gerne persönlich beraten lassen möchten. Auch wenn Sie von weiter weg kommen, verbinden Sie doch einfach einen Besuch bei REPLICATA mit einem Wochenendbesuch in unserer schönen Stadt Freiburg.

Aber ein hochsommerliches Wochenende mitten in der Stadt verbringen? Gar an den „Hundstagen“, wie man sie hierzulande so gerne nennt, die heißen schwülen Tage Ende Juli bis Ende August? (Hundstage heißen sie übrigens nicht, weil es dann selbst den Hunden zu warm ist, sondern sie wurden schon von den alten Römern so genannt nach dem hellsten aller Fixsterne, dem Hundsstern oder Sirius, der am 23. Juli am Nachthimmel aufgeht.)

Aber ja! Sie brauchen einen Besuch in Freiburg auch im Hochsommer wirklich nicht zu scheuen! Freiburg liegt zwar ganz im Süden der Republik, aber dann doch noch nicht am Meer. Freiburg ist zwar umgeben von Schwarzwaldbergen, liegt selbst aber nicht in luftiger Höhe.

ABER: Freiburg hat, was viele andere Städte nicht haben: Die Freiburger Bächle!

Die Freiburger Bächle

Die Bächle sind ein Wahrzeichen von Freiburg: Plätscherndes klares Wasser fließt in flach gepflasterten Rinnen kreuz und quer durch die Freiburger Innenstadt. Knöcheltief, wie kleine Lebensadern durchziehen die Bächle die vielen Gassen und Straßen.

Die Bächle stammen aus dem 12. Jahrhundert und sind so alt wie Freiburg selbst. Sie gehörten früher zum genial ausgeklügeltem städtischen Wassersystem und versorgten die Menschen mit Trink, Brauch- und Löschwasser.

Heute fließt das Frischwasser aus dem Schwarzwald munter neben den Gehwegen her. 15.5 km beträgt die Gesamtlänge der Bächle, 6,4 km davon verlaufen unterirdisch. Das Wasser nimmt den Staub an heißen Tagen und macht die Luft besser.

Und abends – wenn die Nächte noch lange warm und die Luft so sommerweich ist, dass fast schon italienisches Flair zu verspüren ist, dann werden die Bächle so richtig Kult:

Jung und alt sitzen dann gerne einfach auf der Straße, den Klängen der vielen Straßenmusiker lauschend, das ein oder andere Glas neben sich und die Füße ins kühlende Nass haltend – dann sind die Bächle fast so etwas wie das „Venedig für die Füße“

Die Freiburger Bächleboote

Und wenn Sie dann an heißen Sommertagen vielleicht noch mit kleinen Kindern unterwegs sind? Dann versprechen wir Ihnen und Ihren Kindern oder Enkelkindern ein ganz besonderes Spielvergnügen: Die Freiburger Bächleboote!

Mitten in der Innenstadt gibt es den ganzen Sommer den Verkaufsstand des Freiburger REHA-Ladens, direkt in der Fußgängerzone in der Straße, die aufs Freiburger Münsterportal zuführt. Dort werden für kleines Geld fröhlich-bunte Holzboote mit einer langen Schnur verkauft. Quer gestreift oder wild gepunktet, das Segel mit Piraten, bunten Vögeln, rosa Märchenfeen oder sogar mit dem SC-Freiburg-Emblem verziert – die riesige Auswahl bringt Kinderaugen zum Leuchten.

Sofort wird das Boot dann zu Wasser gelassen und durch die Stadt gezogen. Immer wieder gilt es kleine Hindernisse zu überwinden, plötzlich entgegenkommenden Booten auszuweichen oder mit deren Besitzer anzubandeln. Die Kinder legen mit viel Freude und ohne zu quengeln scheinbar mühelos riesig lange Wegstrecken zurück. So wird ein Stadtbummel, der mit Kindern schon mal anstrengend sein kann, zum einzigartigen (nassen) Vergnügen.

Die Freiburger Bächleboote sind im Sommer aus dem Stadtbild nicht wegzudenken.

Und wenn Sie selbst dann doch eine Pause brauchen: Wir kennen da so das ein oder andere Eiskaffee – da können Ihre Kinder getrost weiter Kapitän spielen…

Die Freiburger Bächle-Falle

Hinweis: Wer sich in Freiburg aufhält, der sollte sich in Acht nehmen. Die Bächle sind mitunter auch Stolperfallen und ein Fehltritt kann gravierende Folgen haben. Denn, wer in eines der Bächle „dappt“, wie man so schön auf Badisch sagt, der muss einen Freiburger/ Freiburgerin heiraten.

Bisher (noch) nicht erfüllt hat sich das bei Gerhard Schröder, der im Juni 2001 während des deutsch-französischen Gipfelreffens mit Jaques Chirac prompt ins Bächle trat. Er hat viermal geheiratet, aber niemals eine Freiburgerin.

Wie dem auch sei – wir finden, es gibt schlechtere Omen und so manch einer/eine hat es denn auch nie bereut!

 

 

18. Juli 2018